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Fixkosten im Haushalt: Beispiele, Berechnung, Einsparen

Von Redaktionsteam von Planning · Aktualisiert am

Monatsseite mit Fixkosten im Haushalt

Fixkosten sind Ausgaben, die regelmäßig in gleicher oder ähnlicher Höhe anfallen, egal wie viel du sonst konsumierst: Miete, Nebenkosten, Strom, Internet, Handy, Versicherungen, Abos und Kreditraten. Du berechnest sie, indem du alle regelmäßigen Zahlungen auf einen Monat umrechnest und addierst. Wer seine Fixkosten kennt, weiß, wie viel Geld jeden Monat schon vergeben ist und wie viel Spielraum bleibt. Diese Seite zeigt dir eine vollständige Liste, den Rechenweg und eine Methode, Fixkosten systematisch zu prüfen.

Fixkosten und variable Kosten

FixkostenVariable Kosten
Höhegleich oder fast gleichschwankt
BeispieleMiete, Versicherung, InternetLebensmittel, Tanken, Kleidung
Beeinflussbarüber Vertrag, Tarif, Kündigungüber tägliches Verhalten
Rhythmusmonatlich, quartalsweise, jährlichlaufend
Planungeinmal prüfen, dann stabilmonatlich nachsteuern

Dazwischen gibt es Mischformen. Strom und Heizung sind vertraglich fix (Abschlag), der Verbrauch aber variabel. Für die Haushaltsplanung zählst du den Abschlag als Fixkosten.

Liste: Welche Fixkosten haben die meisten Haushalte?

Wohnen

Kommunikation und Medien

Mobilität

Versicherungen und Vorsorge

Familie

Sonstiges

So berechnest du deine monatlichen Fixkosten

  1. Quelle wählen. Nimm die Kontoauszüge der letzten drei bis sechs Monate.
  2. Wiederkehrende Buchungen markieren. Alles, was in gleicher Höhe regelmäßig abgebucht wird.
  3. Auf einen Monat umrechnen. Jahresbeitrag geteilt durch zwölf, Halbjahresbeitrag geteilt durch sechs, Quartalsbeitrag geteilt durch drei.
  4. Addieren. Das Ergebnis ist deine monatliche Fixkostensumme.
  5. Zum Netto ins Verhältnis setzen. Teile die Summe durch dein Nettoeinkommen. Das Ergebnis zeigt die Fixkostenquote.

Ein Beispiel ohne Währung: Liegen die Fixkosten bei 1.300 und das Netto bei 2.600, beträgt die Quote 50 Prozent. Welche Aufteilung insgesamt sinnvoll sein kann, behandelt die 50-30-20-Regel.

Beispiel: Eine Fixkostenliste mit Monatsumrechnung

So kann eine Liste aussehen (Beträge ohne Währung, nur zur Veranschaulichung):

PostenZahlweiseBetrag je ZahlungPro Monat
Miete inklusive Nebenkostenmonatlich950950
Strommonatlich7070
Internet und Handymonatlich5555
Haftpflicht und Hausratjährlich12010
Kfz-Versicherunghalbjährlich33055
Streamingmonatlich1212

Die Umrechnung zeigt, dass Jahreszahlungen im Monat klein erscheinen, in der Abbuchung aber groß ausfallen können. Wer sie nicht zurücklegt, wird im Abbuchungsmonat überrascht.

Fixkosten systematisch prüfen

Fixkosten sind der effektivste Hebel, weil du sie einmal änderst und der Effekt jeden Monat wirkt. Gehe in dieser Reihenfolge vor:

1. Abos und Mitgliedschaften

Liste jedes Abo auf und frage dich bei jedem: Habe ich es in den letzten 30 Tagen genutzt? Kündige, was du nicht nutzt, und pausiere, was du nur gelegentlich brauchst. Notiere Kündigungsfristen im Kalender.

2. Handy, Internet, Strom und Gas

Tarife sind oft nach Ablauf der Mindestlaufzeit teurer als Neukundenangebote. Prüfe einmal pro Jahr, ob ein Wechsel möglich ist, und beachte Kündigungsfristen und Vertragsbedingungen. Vergleiche Angebote unabhängig und lies das Kleingedruckte.

3. Versicherungen

Prüfe, ob alle Versicherungen noch zu deiner Situation passen. Manche decken sich, andere fehlen. Lass dich bei größeren Entscheidungen unabhängig beraten, etwa bei einer Verbraucherzentrale. Streiche nichts, was dich im Ernstfall existenziell schützt.

4. Kredite und Raten

Hohe Zinsen belasten das Budget dauerhaft. Prüfe, ob eine Umschuldung oder Sondertilgung sinnvoll ist.

5. Wohnen und Mobilität

Die größten Posten verändern sich selten, aber wenn ein Umzug, ein Zimmerwechsel oder ein Auto weniger zur Debatte steht, lohnt sich ein ehrlicher Blick.

Jahreszahlungen nicht vergessen

Kfz-Steuer, Versicherungsbeiträge, Jahresabos oder Beiträge werden oft nur einmal oder zweimal pro Jahr abgebucht und überraschen dann. Rechne sie durch zwölf und lege jeden Monat einen Teil zurück, etwa auf einem Unterkonto. So wird aus einer Überraschung eine planbare Zahlung.

Vertragstermine im Griff behalten

Fixkosten sparst du nur, wenn du Fristen nicht verpasst. Lege eine Liste mit Vertragsende und Kündigungsfrist an und trage die Termine in den Kalender ein, am besten mit einer Erinnerung vier bis sechs Wochen vor dem Stichtag. So hast du genug Zeit zu vergleichen und musst nicht in Eile entscheiden.

Was du nicht kürzen solltest

Nicht jede Einsparung ist sinnvoll. Wichtige Absicherungen wie Haftpflicht- oder Krankenversicherung sollten bestehen bleiben. Prüfe lieber, ob der Tarif passt, als den Schutz ganz zu streichen. Im Zweifel hilft eine unabhängige Beratung.

Fixkosten in schwierigen Zeiten

Wenn das Einkommen plötzlich sinkt, sind Fixkosten der schwierigste Posten, weil sie nicht von allein kleiner werden. Sprich früh mit Vermietern, Anbietern und Banken, bevor Zahlungen ausfallen. Viele Verträge lassen Stundungen, Ratenanpassungen oder Tarifwechsel zu. Eine Schuldnerberatung hilft kostenlos und unabhängig weiter, wenn die Lage ernst wird.

Fixkosten im Überblick behalten

Wenn die Liste steht, lohnt sich ein fester Platz dafür. Im Hausklar Planer: Geld, Haushalt & Alltag in einem digitalen Planer gibt es im Geld-Block jedes Monats eine Übersicht der bezahlten Fixkosten, die du abhakst, sobald die Abbuchung durch ist. Die Begleiter-App enthält zusätzlich eine Übersicht für Fixkosten. So fällt dir sofort auf, wenn ein Posten fehlt oder neu dazugekommen ist. Das Geld-&-Haushalt-Startkit (36 Seiten) führt dich durch die erste Woche. Der Planer kostet einmalig 27,99 €. Eine Excel-Erweiterung mit Abo-Tracker gehört nicht zum Planer und wird separat angeboten.

Ergebnis

Notiere nach der Prüfung drei Zahlen: Fixkosten vorher, Fixkosten nachher, Ersparnis pro Monat. Schon wenige gekündigte Abos und ein gewechselter Tarif können spürbar entlasten. Das Geld kannst du direkt für den Notgroschen oder ein anderes Sparziel verwenden. Und wie du alle Zahlen in ein Buch bringst, zeigt die Anleitung zum Haushaltsbuch führen.

Kleine Routine, große Wirkung

Setze dir einmal pro Quartal einen Termin von einer Stunde für die Fixkosten. Gehe die Kontoauszüge durch, prüfe neue Abbuchungen und notiere auslaufende Verträge. Diese Stunde ist oft die wirksamste Haushaltsarbeit des Quartals, weil jede Änderung Monat für Monat nachwirkt. Halte das Ergebnis schriftlich fest, damit du beim nächsten Mal vergleichen kannst.

Häufige Fragen

Was zählt zu den Fixkosten im Haushalt?

Alle Ausgaben, die regelmäßig in gleicher oder ähnlicher Höhe anfallen: Miete, Nebenkosten-Vorauszahlung, Strom, Internet, Handy, Versicherungen, Abos, Kreditraten, Kita-Beiträge.

Wie berechne ich meine monatlichen Fixkosten?

Du addierst alle regelmäßigen Zahlungen. Jahresbeiträge teilst du durch zwölf, Quartalsbeiträge durch drei, damit du eine monatliche Vergleichszahl erhältst.

Wie viel Prozent des Einkommens dürfen Fixkosten ausmachen?

Eine feste Obergrenze gibt es nicht. Als Orientierung wird oft genannt, dass Fixkosten höchstens die Hälfte des Nettoeinkommens ausmachen sollten. Bei hohen Mieten ist das nicht immer machbar.

Was ist der Unterschied zwischen Fixkosten und variablen Kosten?

Fixkosten fallen unabhängig von deinem Verhalten regelmäßig an. Variable Kosten, etwa für Lebensmittel, Tanken oder Freizeit, schwanken je nach Verbrauch.